- in den 1920er Jahren der modernste regionale Planungs-
verband in Deutschland;
- international der methodisch und inhaltlich führende
Planungsverband ;
- mit dem 1932 erschienenden Planungsatlas wurde das
umfassendste regionale Planwerk in dieser Zeit vorgelegt;
- die nicht-hierarchische Arbeitsstruktur des Landes-
planungsverbandes hat Maßstäbe gesetzt und wurde
national wie international aufgegriffen;
- seit den 1920er Jahren hat eine Landesplanung in
Mitteldeutschland vergleichsweise keine so weit
reichenden und grenzüberschreitenden Vorstellungen auf
demokratischer Grundlage entwickelt: die damalige
Arbeitsweise ist bis heute beispielhaft.
Auf der Grundlage einer umfassenden, interdisziplinären Analyse der mitteldeutschen Region wurde erstmals ein REGIONALER FLÄCHENNUTZNGSPLAN erstellt sowie für die einzelnen Teilgebiete städtebauliche Flächennutzungspläne ausgewiesen. Diese sollten als Orientierung, nicht als starres Gebilde für die nächsten 30 Jahre dienen.
Die regionale Planung wurde vom Regierungspräsidium Merseburg, der Planungsstelle, koordiniert. Die eigentliche Planung fand in den dezentralen Siedlungsausschüssen statt. In der Generalversammlung wurden dann die grenzüberschreitenden Planungen abgestimmt und übergreifende Entwicklungen vereinbart. Auf freiwilliger Basis wurde das Gegenstromprinzip mit hoher Eigenverantwortung und gleichzeitiger Selbstverpflichtung übergeordneten Interessen gegenüber praktiziert.



